Bericht von "Sterne Am Hockenheimring"
Freies Fahren auf der Grand-Prix-Strecke am 15. / 16. Juni 2013

Hochsommerliche Temperaturen herrschten an diesem Juni-Wochenende rund um den Hockenheimring. Am frühen Morgen erschienen alle angemeldeten Teams zur frühen Stunde beim Organisator im Hotel in Hockenheim. Sie empfingen ihre Ausweise sowie die Freie Durchfahrtkarten, damit sie mit ihren PKW aus dem Hause von Mercedes-Benz und AMG-Mercedes problemlos ins Paddock einfahren und dort parken konnten. Im Fahrerlager war eine ausreichend grosse Parkfläche abgesperrt worden, direkt neben dem AvD-Racetruck und mitten im Bereich des Vorstarts. Hier werden vor jedem Rennen die Wettbewerbsfahrzeuge aufgestellt und gemäss der erreichten Rundenzeit / Startplatz sortiert, bevor es zum eigentlichen Start auf die Rennstrecke geht. - Jeder Rennwagen stand nur wenige Zentimeter von den Teilnehmern an "Sterne Am Hockenheimring" entfernt.

Und dann ging es auch schon los:
Eine Trainingsfahrt und ein Qualifying nach dem anderen startete am Samstagmorgen. Die Teilnehmer schlenderten durch das Fahrerlager und konnten ungehindert in den Boxenbereich und auf die Tribünen. Problemlos konnten sie auch auf das Dach der Boxen gehen, wo auch ein VIP-Festzelt aufgestellt war.

Pünktlich um 12:00 Uhr fand die obligatorische Fahrerbesprechung neben dem AvD-Racetruck statt, die vom Organisator "Peter" durchgeführt wurde. Die Teilnehmer wurden in Bezug auf die Flaggenzeichen und die Regeln instruiert, die auf einer Rennstrecke unbedingt zu beachten und zu befolgen sind. "Peter" beantwortete viele Fragen und gab auch Tipps in Bezug auf Fahrtechnik und Einstellungen der Sitze sowie der - sofern möglich - Einstellung der Lenksäule, Luftdruck usw.
 

Kurz nach 15:00 Uhr sammelte "Peter" die Teams ein, die schon ungeduldig und sehr gespannt auf den Start warteten. Der Organisator ging zu Fuss voraus in den für das Publikum gesperrten Bereich "Vorstart" und positionierte dort die ihm folgenden Fahrzeuge in einer Zweierreihe direkt an der Einfahrt in die Pit Lane. Während die Boliden der am sonntäglichen internationalen "100-Meilen-Rennen des AvD" teilnehmenden Fahrzeuge ihre Auslaufrunde fuhren und langsam in die Boxengasse rollten um in den Parc Fermé einzubiegen, lies "Peter" zusammen mit den Sportwarten die Mercedes-Teams dazwischen...
Die Rennwagen bogen rechts in den Parc Fermé ein, die Mercedes-Teams rollten geradeaus bis zur roten Ampel am Ende der Pit Lane.

Und dann ging es los:
Die Ampel wurde von der Rennleitung auf grün geschaltet, die warmgelaufenen Motoren heulten kurz auf, und schon war das Feld der 21 Teams auf dem F1-Track unterwegs. Runde für Runde wurde absolviert und das Feld der Teilnehmer zog sich immer weiter auseinander. Mit einer stoischen Ruhe und einem nahezu perfekten Fahrkönnen setzte sich "Andreas" mit seinem roten SLK R172 350er Sportmotor immer weiter vom Feld ab. Zum Ende der Trainingszeit begannen die ersten Überrundungen. Und nach knappen dreissig Minuten (vereinbart und angesetzt waren "nur" zwanzig Minuten) wurden die Teams mit der karierten Zielflagge abgewunken. Die Teams rollten im grossen Gang langsam aus, fuhren trotzdem die Auslaufrunde zügig zu Ende um die Motoren- und Reifen- sowie die Temperatur der Bremsanlage wieder etwas abzukühlen.
 

Auf dem Parkplatz neben dem AvD-Truck sah man hochrote Gesichter unter den Helmen und unendliche Benzingespräche begannen, die den ganzen Abend anhielten.

In einem Restaurant war am Abend ein Tisch für bis zu 50 Personen reserviert, die Gruppe der Teilnehmer war fast vollständig versammelt und sprach begeistert über das heutige Erlebnis.
 

Am frühen Sonntagmorgen versammelten sich dann wieder die Teilnehmer im Fahrerlager. Heute starteten die Rennserien in unmittelbarer Folge:

Ein Rennen nach dem anderen fand statt, man konnte sich gar nicht satt sehen.

Kurz nach 15:00 Uhr stellte "Peter" die Teams wieder im Vorstart auf. Er positionierte die beiden schnellsten Fahrzeuge, den bereits erwähnten roten SLK 350 (R172) und einen schwarzen 55 AMG SLK (R171) auf den beiden ersten Startplätzen. Kurze Zeit später ging es ein zweites Mal auf die F1-Rennstrecke. Schon nach wenigen Minuten konnte der Zuschauer deutlich sehen, dass die Erfahrungen vom Vortag bereits Früchte getragen hatten:

Die Teams, heute fuhr auch zum ersten Mal eine junge Dame den SLK über den F1-Track, bewegten sich viel sicherer und routinierter. Runde um Runde spulten sie ab, überholten sich gegenseitig und zeigten dabei den höchsten kameradschaftlichen Respekt untereinander. Kein Teilnehmer brachte den anderen in eine kritische Situation! Man übte seine eigene Fahrtechnik, Fahrzeugbeherrschung und fuhr Rücksicht nehmend trotzdem nahezu die ganze Zeit im Grenzbereich.

Kurz nach 16:00 Uhr wurden die Teams abgewunken und zurück ins Fahrerlager geleitet. Hier begannen wieder zahlreiche Benzingespräche und ein Erfahrungsaustausch.

Nachdem nicht nur die Fahrzeuge wieder etwas abgekühlt waren, das Thermometer hatte bis zu 36° C im Fahrerlagerschatten angezeigt, brachen die Teilnehmer gegen 17:15 Uhr auf und begannen die Heimreise. Die längste Rückfahrt musste übrigens unser Freund und Fahrer eines silbernen R170 hinter sich bringen; Thomas war extra aus Südwest-England nach Hockenheim gekommen!