Was ist eine Gleichmässigkeitsfahrt / -training?

Die Historie einer "Gleichmässigkeitsprüfung / -fahrt":

Die Gleichmäßigkeitsfahrt ist eine Disziplin im Motorsport. Sie hat ihre Wurzeln bei Rallyes der 1920er und 30er Jahre, als zwischen den Zeitkontrollen durch den Veranstalter festgelegte Durchschnittsgeschwindigkeiten zu fahren waren. Später, in den 50er Jahre, wurde die vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit dem Leistungsvermögen der völlig unterschiedlichen Fahrzeugen angepasst. Das führte dazu, dass nun auch leistungsbezogen schwächere Autos bei den großen internationalen Rallyes gewinnen konnten.

Erst Mitte der 60er Jahre wandelte sich der internationale Rallyesport hin zu Bestzeit-Sonderprüfungen. In Deutschland gelang dieser Wandel erst nach der beispielhaften "Olympia-Rallye" 1972.

Bei den heutigen Gleichmäßigkeitsfahrten werden die alten Regeln wiederbelebt. Auf der Rundstrecke erfolgt die Überwachung und Messung der Zeiten und Zeitkontrollen mittels einem elektronischen Geber (Transponder), der am Fahrzeug montiert ist und die Rundenzeit bei Überquerung der Ziellinie misst.

Was bedeutet dies für die Teilnehmer von "Sterne Am Ring":

Im Rahmen unserer Treffen im Fahrerlager bei "Sterne Am Ring" bedeutet eine Gleichmässigkeitsfahrt, dass die Teilnehmer die eigene Geschwindigkeit auf dem Circuit selbst wählen können! Das Erreichen der Höchstgeschwindigkeit ist nicht notwendig, jeder Teilnehmer wählt seine Geschwindigkeit selbst, mit der er das Training fahren möchte!

Der Teilnehmer fährt bei "Sterne Am Ring" eine Einführungsrunde und unmittelbar danach eine (zweite) Referenzrunde mit fliegendem Start, in der die Rundenzeit gestoppt und notiert wird. Im Anschluss daran hat der Teilnehmer mehrere Runden Zeit, in denen er eine (dritte) Rundenzeit erzielen muss, die exakt die gleiche Zeit der anfangs dokumentierten Referenzrunde erreicht.

Es wird bis auf die 1/100 Sekunde gemessen! - Zu diesem Zweck werden die teilnehmenden Fahrzeuge mit einem Transponder bestückt, der bei Überquerung der Ziellinie ein elektronisches Signal an den Empfänger bei der Rennleitung / bei der Zeitnahme übermittelt.

Die Belastung für Reifen und Bremsen hält sich also in Grenzen und muss in der Regel nicht höher als im Strassenverkehr sein!
Wir bitten um Beachtung des Navigationspunktes "Vor dem Start" auf dieser Website.

Und wie ist der Trainingseffekt?

Zunächst einmal soll ein Gleichmässigkeitstraining auf einer Rennstrecke Spass machen! Die vom Teilnehmer eigenständig zu wählende Geschwindigkeit spielt absolut keine Rolle. Die teilnehmenden Fahrzeuge fahren nicht gegeneinander sondern miteinander auf dem Track!

Der Teilnehmer wird eigenständig erfahren und erkennen, dass er nur zügig unterwegs sein kann, wenn er sein Fahrzeug ruhig, rund und vorausschauend bewegt! Und nur so hat er eine Chance das Ziel des Fahrertrainings  bei "Sterne Am Ring" zu erreichen:

Man muss vorausschauend fahren und zusätzlich den Verkehr vor sich und auch hinter sich permanent im Auge behalten und bewerten. Er wird lernen gleichbleibend zügig unterwegs zu sein, und dabei auch noch den Verbrauch zu senken und das Material zu schonen.

Der eine Teilnehmer erreicht die Ziellinie mittels Vollgasattacken, heftigen Bremsmanövern sowie einem permanenten Fahren am Limit...
Und dann wird er vollkommen überrascht feststellen müssen, dass ein anderer Teilnehmer besser abgeschnitten hat, der ruhig, rund und vorausschauend sein Fahrzeug über die Rennstrecke bewegt hat!

Und im Rahmen der Abschlussbesprechung und "der Manöverkritik / dem Bordsteingespräch" gibt es selbstverständlich eine Teilnehmerurkunde.

Wer das noch nie gemacht hat, wird anschliessend überrascht und begeistert sein!

(und so rein nebenbei die bekanntesten F1- und DTM- / GT-Rennstrecken eigenständig und mit dem eigenen PKW befahren können)